WordPress: DSGVO-konformes Plugin Koko Analytics

Schon seit ewigen Zeiten zähle ich die Seitenaufrufe hier im Blog DSGVO-konform. Bis gestern kam bei mir das Plugin Statify zum Einsatz. Seit Montag werkelt hier Koko Analytics.

Koko Analytics ist eine Open-Source Lösung das keine externe Dienste nutzt und die Privatspäre der Besucher respektiert. Es werden keine personenbezogenen Daten oder andere Infos, die zu einem bestimmten Besucher zurückführen können gespeichert.

WordPress Plugin Koko Analytics
Koko Analytics Seite im WordPress Dashboard

Größter Vorteil für mich gegenüber meiner alten Lösung Statify ist die Tatsache das das neue Plugin mehr Statistik bietet. Neben dem Dashboard-Widget, das Statify auch besitzt, gibt es unter Dashboard => Analytics eine ausführliche Statistik. Dort werden Besucher, Seitenaufrufe und auch Verweise übersichtlich dargestellt. Diese Anzeige lässt sich zeitlich filtern.

Tabellen in der Datenbank

Wenn man den Berichten im Web glauben darf, dann ist Koko Analytics auch bei höherer Serverlast sehr schnell. Auch benötigt das Plugin in der WordPress-DB kaum Speicher. Nach der Installation sind dort vier neue Tabellen zu finden:

  • wp_koko_analytics_post_stats => listet die Seitenzugriffe auf (Datum, Post-ID, Besucher, Seitenzugriffe)
  • wp_koko_analytics_referrer_stats => Referrer-Statistik (Datum, ID, Besucher, Seitenzugriffe)
  • wp_koko_analytics_referrer_urls => listet die Verweise auf (ID, URL)
  • wp_koko_analytics_site_stats => listet die Zugriffe auf die Webseite (Datum, Besucher, Seitenzugriffe)

Unterschiede zu Statify

Was mir in der kurzen Zeit auffällt ist die Tatsache dass das Plugin weder Index noch Archiv oder ähnliche Seiten in der Statistik listet. Das ist wohl so gewollt. Jedenfalls wird das im dazugehörigen Forum so erklärt. Fast die Hälfte aller Seitenaufrufe entfallen bei mir auf die Index-Seite (horstscheuer.net). Die fehlen in der Statistik!

Ein großer Unterschied zu Statify ist die Tatsache das dieses Analyse-Plugin die Seitenzugriffe, Besucher und Verweise nicht in einer DB-Tabelle festhält. In der DB ist nur die eigentliche Statistik (siehe oben) zu finden.

Auch nutzt Koko Analytics Cookies um die Besucher zu zählen. Das mag ich gar nicht. Hier in diesem Blog gibt es sowas nicht. Gott sei Dank kann man das in den Einstellungen deaktivieren.

Meine Meinung

Statify und Koko Analytics verfolgen zwei verschiedene Ansätze. Beide sind DSGVO-konform. Und das ist die einzige Gemeinsamkeit. Während Statify jeden Seitenaufruf in einer Datenbanktabelle speichert, speichert Koko Analytics nur die „Statistik“. Außerdem zählt das neue Plugin auch nicht alles. Die Startseite zum Beispiel lässt Koko außen vor. Es zählt deshalb nur halb so viele Seitenaufrufe wie Statify. Ich weiß nicht ob mir das gefällt. Und ob ich Koko Analytics dauerhaft nutze weiß ich auch noch nicht.

Update 23.05.2020: Trotz meiner Kritik (auch in den Kommentaren) werde ich dieses Plugin weiter nutzen. An das „anders zählen“ gewöhnt man sich. Hauptvorteil, den ich zurzeit sehe, ist die Tatsache das die Daten von mehreren Jahren zur Verfügung stehen ohne die Datenbank zu belasten.